Camilleri, Andrea – Das Medaillon

Der Dorfpolizist Antonio Brancato lebt im abgelegenen Bergdorf Belcolle. Nach Jahren im Dienst kennt er die Macken der Dorfbewohner und ist allseits respektiert. Der Begriff Station für die Dienststelle ergibt in diesem Fall Sinn. Es herrscht ein einziges Kommen und Gehen, weil viele ihn um Rat fragen. Seine Art kommt gut an: So schneidet er eigenhändig das Fotos des neuen Staatspräsidenten aus der Zeitung aus und ersetzt das alte Foto. Bei Brancato muss alles seine Ordnung haben. Nichts mehr in Ordnung ist bei Ciccino. Seine Frau ist nach Jahrzehnten der Ehe verstorben und der Alte benimmt sich immer seltsamer. Ciccino schießt sogar in die Luft, wenn ungebetene Gäste sich seinem Haus nähern. Nach einigen weiteren seltsamen Vorkommnissen gelingt es Brancato doch in Ciccinos Haus zu gelangen. Nun sitzt ihm Cicccino gegenüber. Der alte Mann bietet ein jämmerliches Bild und wimmert vor sich hin. Der Polizist erfährt schließlich den Grund: Ciccino zeigt ihm das Medaillon, das er seiner Frau vor über 40 Jahren geschenkt hat. Damals war noch Ciccinos Foto im Medaillon, doch jetzt befindet sich dort das Foto eines anderen Mannes. Der Commandante verspricht Ciccino, das Rätsel zu lösen. Schon bald hat Brancato die rettende Idee.

 

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