Mark Twain – Die Million-Pfundnote

Kategorie: Amerikanische Klassiker

Henry Adams ist bettelarm und hat großen Hunger. Da kommt es gerade recht, dass vor ihm auf dem Bürgersteig der Rest einer angebissenen Birne liegt.
Er schleicht um die Birne herum, wagt es jedoch nicht, diese aufzuheben, weil er sich für seine Armut schämt.Just in diesem Moment wird er plötzlich in ein Haus gebeten und steht zwei gut gekleideten älteren Männern gegenüber. Sie drücken ihm einen Briefumschlag in die Hand und er muss
das feine Haus schnell wieder verlassen. Später macht er den Umschlag auf, er enthält eine Million-Pfundnote. Diese Pfundnote wird ihm für einen Monat geliehen und er muss sehen, wie er damit zurecht kommen. Ist er nach diesem Monat wohlauf und das Geld noch in seinem Besitz, kann er sich einen beliebigen Arbeitsplatz bis an sein Lebensende aussuchen. Henry gerät in Panik, schließlich wird jeder denken, dass der Geldschein geklaut ist. Er trinkt ein Bier und verspeist eine üppige Mahlzeit. Als Bezahlung legt er die Pfundnote auf den Tisch, die der Kellner natürlich nicht wechseln kann, aber der Gastwirt spendiert ihm die Rechnung. Schließlich ist es eine Ehre, dass ein so reicher Mann in seiner Spelunke speist. Im Kleidungsgeschäft und in allen anderen Geschäften wiederholt sich das Prozedere: Nie muss er bezahlen, es genügt, wenn er die Million-Pfundnote nur vorzeigt. Schnell wird er zu einer lokalen Berühmtheit und steigt in bessere gesellschaftliche Kreise auf. Eines Abends begegnet er der reizenden Portia und verliebt sich sofort. Doch der Monat ist bald um und Henry hat Angst: Wird herauskommen, dass das Geld nicht ihm gehört und wie reagiert seine neue Liebe Portia?

Eine unterhaltsame und kurzweilige Erzählung von Mark Twain, die zum Nachdenken anregt. Schon die erste Seite ist sehr eindrucksvoll geschrieben.
Der Leser ist sofort mitten in der Geschichte und kann Henrys Hunger und Verzweiflung nachempfinden.

Verwandte Beiträge

Upton Sinclair – Der Dschungel

Der junge Litauer Jurgis wandert mit seiner Freundin Ona und anderen Familienmitgliedern nach Amerika aus. Sie ziehen Anfang des 20.Jahrhunderts ins Industriegebiet Packingtown (Chicago). Fast alle Mitglieder der Großfamilie finden

 
Ernest Hemingway – Der alte Mann und das Meer

84 Tage hintereinander hat der alte Mann keinen Fisch mehr gefangen. Er ist bitterarm und lebt in einer kärglichen Hütte. Sein Gesicht ist faltig und seine Haut fleckig. Körperlich ist

 
John Fante – Der Weg nach Los Angeles

Arturo Bandini möchte Schriftsteller werden. Doch der Weg dahin ist noch weit, besonders wenn man in 1930er Jahren in einer kalifornischen Kleinstadt lebt. Die Mutter ist überfürsorglich und die fromme